Sie wollen wissen, ob Ihre Website ihren Job macht – also bei Google gefunden wird, am Handy funktioniert und Anfragen bringt? Dafür brauchen Sie keine Agentur und keine teure Software. Mit den folgenden zehn Punkten und ein paar kostenlosen Google-Werkzeugen testen Sie Ihre Website in rund einer Stunde selbst.
Zu jedem Punkt steht, woran Sie ein gutes Ergebnis erkennen. Notieren Sie sich am besten bei jedem Punkt grün, gelb oder rot – dann sehen Sie am Ende sofort, wo es hakt.
1. Ist Ihre Website überhaupt bei Google?
Geben Sie in Google site:ihredomain.at ein (statt „ihredomain.at“ Ihre echte Adresse). Google zeigt dann alle Seiten, die es von Ihrer Website kennt. Fehlt eine wichtige Seite – etwa eine Leistung – ist sie für Google unsichtbar.
Genauer geht es mit der kostenlosen Google Search Console: Unter „Seiten“ sehen Sie, welche Seiten indexiert sind und warum andere fehlen.
Grün: Alle wichtigen Seiten erscheinen. Rot: Wichtige Seiten fehlen oder nur die Startseite ist zu finden.
2. Wofür werden Sie gefunden – und auf welchem Platz?
In der Search Console unter „Leistung“ steht, bei welchen Suchbegriffen Ihre Website erscheint, wie oft und auf welcher Position. Wichtig sind nicht die Begriffe mit Ihrem Firmennamen, sondern die, mit denen neue Kunden suchen: Leistung plus Ort, zum Beispiel „friseur 1100 wien“ oder „installateur wien“.
Die schnellsten Gewinne liegen bei Begriffen auf Platz 8 bis 20 – die sind knapp vor oder hinter Seite 1. Mehr dazu im Ratgeber Google Ranking verbessern.
Grün: Sie erscheinen für Ihre wichtigsten Leistungen auf Seite 1. Rot: Sie werden fast nur über Ihren Firmennamen gefunden.
3. Seitentitel und Beschreibung: Würden Sie selbst klicken?
Suchen Sie nach Ihrer wichtigsten Leistung und schauen Sie sich Ihr Ergebnis an. Der blaue Titel sollte sagen, was Sie anbieten und wo – etwa „Steuerberater Wien – Buchhaltung für KMU“ statt „Startseite“ oder nur Ihr Firmenname. Ideal sind etwa 50 bis 60 Zeichen, damit nichts abgeschnitten wird.
Die Beschreibung darunter ist Ihre Werbezeile: ein konkreter Nutzen und ein Grund, gerade Sie anzurufen.
Grün: Jede Seite hat einen eigenen Titel mit Leistung und Ort. Rot: Mehrere Seiten heißen gleich oder der Titel ist abgeschnitten.
4. Google-Unternehmensprofil: Stimmt alles mit der Website überein?
Bei Suchen mit Ortsbezug zeigt Google oben eine Karte mit drei Betrieben. Dort hinein kommen Sie nur mit einem gepflegten Google-Unternehmensprofil. Prüfen Sie, ob Name, Adresse und Telefonnummer exakt so geschrieben sind wie auf Ihrer Website, ob die Hauptkategorie passt und ob aktuelle Fotos und Bewertungen da sind.
Schritt für Schritt erklärt: Google-Unternehmensprofil optimieren.
Grün: Gleiche Daten überall, regelmäßig neue Bewertungen. Rot: Andere Adresse oder Telefonnummer als auf der Website.
5. Handy-Test: Funktioniert die Seite mit dem Daumen?
Die meisten Ihrer Besucher kommen am Smartphone. Öffnen Sie Ihre Website am eigenen Handy und achten Sie auf drei Dinge: Ist der Text ohne Zoomen lesbar? Lassen sich Menü und Schaltflächen bequem antippen? Können Sie die Telefonnummer mit einem Tipp anrufen?
Grün: Alles lesbar, Anrufen mit einem Tipp. Rot: Sie müssen zoomen oder seitlich wischen.
6. Ladezeit: Wie schnell ist Ihre Website wirklich?
Geben Sie Ihre Adresse bei PageSpeed Insights von Google ein (pagespeed.web.dev). Entscheidend sind die drei „Core Web Vitals“: Der größte Inhalt sollte in höchstens 2,5 Sekunden sichtbar sein (LCP), die Seite sollte auf Eingaben innerhalb von 200 Millisekunden reagieren (INP) und beim Laden nicht herumspringen (CLS höchstens 0,1).
Häufigster Bremser sind zu große Bilder. Oft hilft es schon, Fotos verkleinert und im WebP-Format hochzuladen.
Grün: Core Web Vitals „bestanden“. Rot: Die Seite braucht am Handy deutlich länger als drei Sekunden.
Keine Zeit für den Selbsttest?Wir prüfen Ihre Website kostenlos – inklusive Google-Platz und Mitbewerbern – und sagen Ihnen, was gemacht werden muss.
Gratis Website-Check anfordern →7. Der Anfrage-Weg: Wie schnell kommt ein Kunde zu Ihnen?
Stellen Sie sich vor, Sie sind ein neuer Kunde. Sehen Sie in fünf Sekunden, was angeboten wird, wo Sie sitzen und wie man Sie erreicht? Ist die Telefonnummer oben sichtbar? Schicken Sie sich außerdem selbst eine Testanfrage über das Kontaktformular – kommt sie an, und wie lange dauert die Antwort?
Wenn Sie schnell mehr Anfragen brauchen, während die Website bei Google noch wächst, kann eine gut eingestellte Google-Ads-Kampagne die Zeit überbrücken.
Grün: Kontakt in einem Klick, Formular funktioniert. Rot: Telefonnummer nur ganz unten oder Formular ohne Bestätigung.
8. Technik-Grundlagen: Schloss, Fehlerseiten, Sitemap
- HTTPS: Vor der Adresse steht ein Schloss-Symbol, ohne Warnung des Browsers.
- Keine Fehlerseiten: Klicken Sie sich durch Menü und Fußzeile – führt ein Link ins Leere („404“), muss er repariert werden.
- Sitemap: In der Search Console unter „Sitemaps“ ist eine Sitemap eingereicht und wird ohne Fehler gelesen.
Grün: Alle drei erfüllt. Rot: Browser-Warnung „nicht sicher“ oder viele kaputte Links.
9. Inhalte und Vertrauen: Überzeugt die Seite einen Fremden?
Besucher entscheiden in Sekunden, ob sie Ihnen vertrauen. Hilfreich sind konkrete Leistungsbeschreibungen statt allgemeiner Sätze, echte Fotos von Ihnen und Ihrer Arbeit, Referenzen oder Bewertungen und – wenn möglich – Preise oder zumindest ein Preisrahmen. Ein veraltetes Copyright-Jahr oder Aktionen aus dem Vorjahr wirken dagegen, als wäre niemand mehr da.
Grün: Echte Fotos, Referenzen, aktuelle Inhalte. Rot: Nur Stockfotos und Texte, die auf jeden Betrieb passen würden.
10. Pflichtangaben: Impressum, Datenschutz, Cookies
Prüfen Sie, ob Impressum und Datenschutzerklärung von jeder Seite aus erreichbar sind und ob Ihr Cookie-Banner eine echte Wahl lässt („Nur notwendige“ gleichwertig neben „Alle akzeptieren“). Je nach Unternehmen gelten seit Mitte 2025 außerdem Anforderungen an die Barrierefreiheit – mehr dazu im Beitrag zum Barrierefreiheitsgesetz. Hinweis: Das ist eine Checkliste, keine Rechtsberatung – im Zweifel fragen Sie eine Juristin oder einen Juristen.
Grün: Alles vorhanden und aktuell. Rot: Impressum fehlt oder Cookies werden ohne Zustimmung gesetzt.
So werten Sie Ihr Ergebnis aus
- 8 bis 10 Punkte grün: Ihre Website ist gut aufgestellt. Konzentrieren Sie sich auf Bewertungen und Inhalte für Ihre wichtigsten Suchbegriffe.
- 5 bis 7 Punkte grün: Die Basis passt, aber Sie verschenken Anfragen. Beginnen Sie mit den roten Punkten 1 bis 7 – die wirken am stärksten.
- Weniger als 5 Punkte grün: Oft ist ein Neustart günstiger als viele Einzelreparaturen. Woran Sie das erkennen, steht im Ratgeber Website-Relaunch; wie wir dabei vorgehen, sehen Sie unter Website erstellen lassen.
Hängen Sie vor allem bei den Punkten 1 bis 4 – also bei der Sichtbarkeit in Google –, ist das ein Thema für Suchmaschinenoptimierung. Was das in Wien kostet und wie wir arbeiten, steht bei unserer SEO Agentur in Wien.
Häufige Fragen
Was ist ein Website-Check?
Eine Überprüfung der wichtigsten Punkte, die über den Erfolg einer Website entscheiden: Auffindbarkeit bei Google, Handy-Ansicht, Ladezeit, Anfrage-Weg, Technik und Pflichtangaben. Mit dieser Liste können Sie den Großteil selbst testen.
Wie oft sollte ich meine Website überprüfen?
Einen kurzen Blick in die Search Console lohnt sich monatlich. Den kompletten 10-Punkte-Check empfehlen wir etwa zweimal im Jahr und nach jeder größeren Änderung an der Website.
Welche Werkzeuge brauche ich dafür?
Alles in dieser Anleitung ist kostenlos: die Google-Suche selbst, die Google Search Console, PageSpeed Insights, Ihr Google-Unternehmensprofil und Ihr eigenes Smartphone.
Was kostet ein professioneller Website-Check?
Bei Eura Media ist der Website-Check kostenlos: Wir schauen uns Ihren Google-Platz, Ihre Mitbewerber und Ihre aktuelle Website an und besprechen das Ergebnis mit Ihnen in einem kurzen Telefonat. Zum kostenlosen Website-Check.
Zusammengefasst
Ein Website-Check ist keine Hexerei: Prüfen Sie zuerst, ob und wofür Google Sie findet, dann Titel, Unternehmensprofil, Handy und Ladezeit – und erst danach Details. Wer die Punkte 1 bis 7 auf Grün bringt, holt aus derselben Website meist deutlich mehr Anfragen heraus.
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