Dieser Beitrag ist für den Fall, dass Ihre Website bereits läuft und bei Google auch gefunden wird – nur eben nicht gut genug. Sie stehen auf Seite zwei, oder auf Platz sieben, und wollen wissen, welche Schraube Sie als Nächstes drehen sollen.
Wir haben zwölf Maßnahmen zusammengestellt und nach Wirkung pro Aufwand sortiert. Nicht nach Beliebtheit und nicht nach Aufwand. Arbeiten Sie sie von oben nach unten ab und hören Sie auf, wenn die Zeit ausgeht – dann haben Sie trotzdem das Wichtigste erledigt.
Wenn Sie ganz am Anfang stehen und Ihre Seite noch gar nicht gefunden wird, lesen Sie zuerst Warum finde ich meine Firma nicht bei Google? – dort geht es um die Grundvoraussetzungen.
Bevor Sie anfangen: ein Werkzeug
Ohne die Google Search Console optimieren Sie blind. Sie ist kostenlos, in zwanzig Minuten eingerichtet und zeigt Ihnen, für welche Begriffe Sie bereits erscheinen und auf welchem Platz. Fast alle Maßnahmen unten setzen darauf auf.
Die schnellen Hebel
1. Die Begriffe auf Position 8 bis 20 bearbeiten
Das ist der mit Abstand beste Ausgangspunkt, und kaum jemand nutzt ihn. Öffnen Sie in der Search Console den Leistungsbericht und sortieren Sie nach Durchschnittsposition. Alles zwischen Platz 8 und 20 ist Ihre Goldgrube: Google hält diese Seiten bereits für relevant, sie brauchen nur einen Schubs.
Nehmen Sie die fünf Begriffe mit den meisten Impressionen aus diesem Bereich und überarbeiten Sie die jeweilige Seite gezielt darauf. Aufwand: ein bis zwei Stunden pro Seite. Wirkung: oft binnen vier bis acht Wochen sichtbar.
2. Seitentitel und Beschreibungen neu schreiben
Der Seitentitel ist der blaue Link im Suchergebnis. Er entscheidet, ob geklickt wird – und die Klickrate fließt in die Bewertung ein. Steht bei Ihnen irgendwo „Startseite“ oder nur der Firmenname, verschenken Sie den wichtigsten Platz, den Sie haben.
Faustregel: Suchbegriff nach vorn, Ort dazu, unter 60 Zeichen bleiben. Also nicht „Willkommen bei Muster GmbH“, sondern „Therme tauschen in Wien – Festpreis ab 890 €“. Aufwand: zehn Minuten pro Seite.
3. Bewertungen sammeln
Für lokale Suchen einer der stärksten Faktoren überhaupt, und der einzige, den Ihre Kunden für Sie erledigen. Bitten Sie die nächsten zehn zufriedenen Kunden aktiv um eine Google-Bewertung. Die meisten tun es gern, kommen aber von selbst nicht darauf. Antworten Sie auf jede Bewertung, auch auf die kritischen.
4. Bilder komprimieren
Der häufigste Grund für langsame Websites. Ein Foto aus der Kamera hat vier Megabyte, im Web reichen zweihundert Kilobyte. Prüfen Sie mit Google PageSpeed Insights, wo Sie stehen. Aufwand: ein bis zwei Stunden für die ganze Seite, und die Ladezeit halbiert sich oft.
Die mittleren Hebel
5. Für jede Leistung eine eigene Seite
Der größte inhaltliche Hebel. Eine Seite kann nur für ein Thema wirklich gut ranken. Wenn Ihre Leistungsseite zwölf Angebote in Stichworten auflistet, rankt sie für keines davon.
Nehmen Sie sich Ihre drei umsatzstärksten Leistungen vor und geben Sie jeder eine eigene Seite, die die Frage vollständig beantwortet – inklusive Preis, Ablauf und der Frage, was der Haken ist. Aufwand: drei bis fünf Stunden pro Seite.
6. Interne Verlinkung aufräumen
Seiten, auf die von nirgendwo verlinkt wird, halten Sie für unwichtig – und Google auch. Verlinken Sie von Ihrer Startseite und von thematisch passenden Texten auf Ihre wichtigsten Unterseiten. Verwenden Sie dabei sprechende Linktexte: „Therme tauschen in Wien“ statt „hier klicken“.
7. Bestehende Inhalte aktualisieren statt neue schreiben
Eine vorhandene Seite zu verbessern wirkt fast immer schneller als eine neue anzulegen, weil Google die Seite schon kennt. Ergänzen Sie, was fehlt: aktuelle Preise, neue Beispiele, die Fragen, die Kunden Ihnen tatsächlich stellen.
8. Google Unternehmensprofil vervollständigen
Kategorie richtig setzen, alle Leistungen eintragen, echte Fotos hochladen, Öffnungszeiten pflegen, regelmäßig Beiträge posten. Ausführlich unter Google Unternehmensprofil optimieren.
Die langsamen Hebel
9. Erwähnungen und Verlinkungen aufbauen
Wirtschaftskammer, Innungen, Branchenverzeichnisse, lokale Medien, Partnerbetriebe, Vereinssponsoring. Nichts davon passiert von selbst, alles davon ist machbar. Kaufen Sie keine Links – im besten Fall wirkungslos, im schlechteren schädlich.
10. Auf konkretere Begriffe ausweichen
Wenn Sie für „Steuerberater Wien“ auf Platz 30 stehen, ist der Weg nach oben weit. „Steuerberater für Gastronomie Wien“ ist erreichbar und bringt Anfragen, die besser passen. Weniger Suchvolumen, deutlich höhere Trefferquote.
11. Strukturierte Daten ergänzen
Auszeichnungen im Quelltext, mit denen Sie Google mitteilen, was auf der Seite steht – Öffnungszeiten, Bewertungen, häufige Fragen. Das verbessert nicht die Position direkt, kann Ihr Suchergebnis aber größer und auffälliger machen.
12. Dranbleiben
Klingt banal, ist aber der Punkt, an dem die meisten scheitern. Sechs Monate konsequent gearbeitet schlägt zwei Wochen Vollgas und dann nichts mehr.
Wir schauen uns Ihre Search Console an und sagen Ihnen, welche drei dieser zwölf Punkte bei Ihnen am meisten bringen.
Kostenlose Analyse anfordernEin realistischer Plan für vier Wochen
Wenn Sie vier Stunden pro Woche haben, sieht ein sinnvoller Ablauf so aus:
- Woche 1: Search Console einrichten, Unternehmensprofil vervollständigen, zehn Kunden um Bewertungen bitten.
- Woche 2: Alle Seitentitel und Beschreibungen überarbeiten, Bilder komprimieren.
- Woche 3: Die fünf Begriffe zwischen Platz 8 und 20 heraussuchen und die zugehörigen Seiten überarbeiten.
- Woche 4: Eine eigene Seite für Ihre umsatzstärkste Leistung schreiben, interne Verlinkung setzen.
Danach messen, nicht raten. In der Search Console sehen Sie nach sechs bis acht Wochen, was sich bewegt hat.
Was Sie nicht tun sollten
- Keine Suchbegriffe stapeln. Texte, in denen „Installateur Wien“ zwanzigmal vorkommt, werden erkannt und abgewertet.
- Keine Links kaufen. Verstößt ausdrücklich gegen die Richtlinien von Google.
- Keine fremden Texte übernehmen. Kopierte Inhalte ranken nicht.
- Keine versteckten Texte. Weiße Schrift auf weißem Grund ist seit zwanzig Jahren erkannt.
- Nicht täglich die Position prüfen. Ihre eigene Suche zeigt personalisierte Ergebnisse. Verlassen Sie sich auf die Durchschnittsposition in der Search Console.
Häufige Fragen
Wie kann ich mein Google-Ranking verbessern?
Am schnellsten wirken vier Dinge: die Begriffe zwischen Platz 8 und 20 gezielt bearbeiten, Seitentitel neu schreiben, Bewertungen sammeln und Bilder komprimieren. Danach folgen eigene Seiten je Leistung und interne Verlinkung.
Wie lange dauert es, bis sich das Ranking verbessert?
Bei überarbeiteten bestehenden Seiten vier bis acht Wochen. Beim Unternehmensprofil oft schon zwei bis vier Wochen. Bei neuen Seiten drei bis sechs Monate.
Kann ich mein Ranking selbst verbessern?
Ja, die ersten acht Punkte dieser Liste erfordern keine Fachkenntnisse, nur Zeit. Rechnen Sie mit 15 bis 25 Stunden für den Durchgang.
Hilft es, die Seite häufiger zu aktualisieren?
Nur wenn die Aktualisierung inhaltlich etwas bringt. Ein geändertes Datum ohne neuen Inhalt bewirkt nichts.
Was kostet es, das Ranking von einer Agentur verbessern zu lassen?
Laufende Betreuung liegt in Wien meist zwischen 390 und 900 Euro im Monat. Details unter Was kostet SEO in Wien?
Zusammengefasst
Fangen Sie bei den Begriffen an, die schon knapp an Seite 1 vorbeischrammen – dort liegt der schnellste Gewinn. Schreiben Sie danach Ihre Seitentitel neu, sammeln Sie Bewertungen und machen Sie die Seite schneller. Erst danach lohnt sich der Aufwand für neue Inhalte. Und messen Sie in der Search Console statt in Ihrer eigenen Google-Suche.
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