Bevor jemand anruft oder vorbeikommt, sieht er sich fast immer zuerst die Sterne bei Google an. Bewertungen entscheiden mit, ob ein Betrieb in der Kartensuche weit oben steht – und ob Menschen ihn auswählen. Das Gute: Mehr Google-Bewertungen zu bekommen ist kein Zufall. Mit ein paar einfachen Gewohnheiten sammeln Sie laufend neue, echte Bewertungen. Hier sind neun Wege, die erlaubt sind und funktionieren – und die Fehler, die Sie vermeiden sollten.
Warum Google-Bewertungen so wichtig sind
- Vertrauen: Neue Kunden kennen Sie nicht. Echte Erfahrungen anderer nehmen ihnen die Unsicherheit.
- Sichtbarkeit: Google nennt Anzahl und Bewertung der Rezensionen ausdrücklich als einen Faktor für die Reihenfolge in der lokalen Suche und in Google Maps.
- Mehr Klicks: Zwischen zwei ähnlichen Betrieben wählen die meisten Menschen den mit mehr und aktuelleren Bewertungen.
9 Wege zu mehr Google-Bewertungen
1. Holen Sie sich Ihren Bewertungslink
Im Google Unternehmensprofil gibt es eine Funktion, um Kunden nach Rezensionen zu fragen. Dort erhalten Sie einen kurzen Link und einen QR-Code, die direkt zum Bewertungsfenster führen. Kunden müssen Sie nicht erst suchen – das senkt die Hürde enorm. Wie Sie Ihr Profil einrichten, steht in unserer Anleitung zum Google Unternehmensprofil.
2. Fragen Sie im richtigen Moment
Die beste Gelegenheit ist direkt nach einem guten Erlebnis: wenn die Arbeit abgenommen ist, der Kunde sich bedankt oder das Essen gelobt wird. Ein Tag später ist die Begeisterung oft schon verflogen.
3. Fragen Sie persönlich
Ein ehrlicher Satz wirkt mehr als jedes Schild: „Es würde uns sehr helfen, wenn Sie uns bei Google kurz bewerten.“ Viele zufriedene Kunden denken einfach nicht daran – bis man sie fragt.
4. Schicken Sie den Link gleich hinterher
Nach dem Gespräch folgt eine kurze Nachricht per E-Mail, SMS oder WhatsApp mit dem Bewertungslink. Ein Klick, und das Bewertungsfenster ist offen.
5. QR-Code dort, wo Kunden warten
An der Kassa, auf dem Tisch, im Wartezimmer, auf der Rechnung oder der Visitenkarte: Ein QR-Code mit dem Satz „Wie war es bei uns?“ erinnert genau im richtigen Moment.
6. Machen Sie es zur Routine im Team
Wenn alle im Team wissen, wann und wie sie fragen, kommen Bewertungen nicht nur in guten Wochen, sondern laufend. Legen Sie fest, wer nach jedem Auftrag den Link verschickt.
7. Antworten Sie auf jede Bewertung
Ein kurzes, persönliches Danke zeigt neuen Kunden, dass hier Menschen arbeiten, denen Feedback wichtig ist. Und wer sieht, dass Antworten kommen, bewertet eher selbst.
8. Verlinken Sie Ihre Bewertungen auf der Website
Ein Hinweis wie „Bewerten Sie uns auf Google“ im Fußbereich oder auf der Danke-Seite nach einer Anfrage holt zusätzliche Bewertungen ab – ohne Mehraufwand.
9. Lieber regelmäßig als auf einmal
Zwanzig Bewertungen in einer Woche und dann monatelang nichts wirkt unnatürlich. Zwei, drei neue Bewertungen pro Monat sind wertvoller – für Google und für Ihre Kunden.
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Bewertungen kaufen: Gefälschte Bewertungen verstoßen gegen die Richtlinien von Google und sind in Österreich nach dem UWG unzulässig. Google löscht sie häufig wieder – und kann das Profil einschränken.
Gegenleistungen anbieten: Rabatt, Gratisgetränk oder Gewinnspiel gegen eine Bewertung sind laut Google nicht erlaubt.
Nur zufriedene Kunden fragen: Erst nach der Zufriedenheit zu fragen und nur die Zufriedenen zu Google zu schicken („Review-Gating“), untersagt Google ausdrücklich. Fragen Sie alle.
Bewertungen von Team, Familie oder sich selbst: Auch sie gelten als nicht echt und können entfernt werden.
Das ist keine Rechtsberatung. Bei Unsicherheit klären Sie Ihre Vorgehensweise am besten mit einer Anwältin oder einem Anwalt.
Und wenn eine schlechte Bewertung kommt?
Ruhig bleiben und sachlich antworten. Bedanken Sie sich für das Feedback, gehen Sie auf den Punkt ein und bieten Sie an, die Sache persönlich zu klären. Neue Kunden lesen die Antwort mit – eine faire Reaktion wirkt oft stärker als die Kritik selbst. Verstößt eine Bewertung gegen die Richtlinien, können Sie sie melden. Wie das geht, lesen Sie im Ratgeber Google-Bewertung löschen lassen.
Häufige Fragen
Darf ich Kunden um eine Google-Bewertung bitten?
Ja. Sie dürfen alle Kundinnen und Kunden um eine ehrliche Bewertung bitten – persönlich, per E-Mail, per Nachricht oder mit einem QR-Code. Verboten ist es, dafür eine Gegenleistung anzubieten oder nur zufriedene Kunden gezielt anzusprechen.
Darf ich für eine Bewertung einen Rabatt oder ein Gewinnspiel anbieten?
Nein. Google untersagt Anreize für Bewertungen, etwa Rabatte, Gratisleistungen oder Gewinnspiele. Solche Bewertungen können entfernt werden. Bedanken Sie sich lieber mit einer persönlichen Antwort.
Was passiert, wenn ich Google-Bewertungen kaufe?
Google erkennt gekaufte Bewertungen oft und löscht sie, im schlimmsten Fall wird das Unternehmensprofil eingeschränkt. Außerdem sind gefälschte Bewertungen in Österreich nach dem Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb (UWG) unzulässig. Das ist keine Rechtsberatung – im Zweifel fragen Sie eine Anwältin oder einen Anwalt.
Wie viele Bewertungen brauche ich?
Eine feste Zahl gibt es nicht. Wichtiger als eine große Menge auf einmal sind regelmäßig neue, echte Bewertungen. Sehen Sie sich an, wie viele Bewertungen die Mitbewerber in Ihrer Umgebung haben – das ist ein guter Richtwert.
Zusammengefasst
Mehr Google-Bewertungen bekommen Sie, wenn Sie alle Kunden im richtigen Moment persönlich fragen und es ihnen mit Link und QR-Code so leicht wie möglich machen. Antworten Sie auf jede Bewertung und machen Sie das Fragen zur Routine. Finger weg von gekauften Bewertungen und Gegenleistungen – das kostet am Ende mehr, als es bringt.
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