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Social Media

Instagram Reels erstellen: ein Leitfaden für Unternehmen

Reels sind das Format, mit dem Instagram neue Menschen erreicht. Ein gewöhnlicher Beitrag landet vor allem bei Ihren Followern; ein Reel wird auch Menschen gezeigt, die Ihr Unternehmen noch nicht kennen. Für Betriebe in Wien ist das die günstigste Reichweite, die es auf Instagram gibt.

Gleichzeitig ist die Hürde hoch: Was soll ich filmen? Wie lang? Muss ich tanzen? Hier steht, wie Unternehmen Instagram Reels erstellen, die gesehen werden – ohne Filmteam und ohne peinliche Trends.

Was ein Reel von einem normalen Beitrag unterscheidet

Ein Reel ist ein Hochformat-Video, das im Vollbild läuft. Instagram zeigt Reels in einem eigenen Bereich und mischt sie in den Feed von Menschen, die Ihnen nicht folgen. Entscheidend für die Reichweite ist, wie lange Menschen zusehen, ob sie das Reel teilen oder speichern – nicht, wie viele Follower Sie haben.

Das ist die Chance für kleine Betriebe: Eine Bäckerei mit 300 Followern kann mit einem guten Reel mehrere Tausend Menschen im Grätzl erreichen.

Die technischen Grundlagen

  • Format: Hochformat 9:16, am besten 1080 × 1920 Pixel.
  • Bildrate: 30 Bilder pro Sekunde reichen völlig.
  • Länge: Hochladen können Sie deutlich längere Videos. Instagram schlägt Reels bis zu drei Minuten Länge auch Menschen vor, die Ihnen nicht folgen. Die meisten guten Unternehmens-Reels sind 15 bis 45 Sekunden lang.
  • Sichere Bereiche: Oben und vor allem im unteren Drittel liegen Beschriftung, Buttons und Kommentarfeld. Wichtige Texte und Gesichter gehören in die Mitte.
  • Vorschaubild im Profil: Im Raster zeigt Instagram einen mittigen Ausschnitt im Format 3:4. Prüfen Sie vor dem Veröffentlichen, dass das Titelbild auch so gut aussieht.

Was Sie wirklich an Ausrüstung brauchen

  • Ein aktuelles Smartphone – die Kamera reicht
  • Ein Ansteckmikrofon um 30 bis 80 € – schlechter Ton ist ein häufiger Grund, warum Reels weggewischt werden
  • Tageslicht oder eine einfache Leuchte
  • Ein kleines Stativ

Zehn Reel-Ideen, die für Betriebe funktionieren

  • Hinter den Kulissen – wie der Kaffee geröstet, die Torte dekoriert oder das Werkstück gefertigt wird.
  • Vorher und nachher – Renovierung, Haarschnitt, Reinigung, Autopflege.
  • Eine Frage in 30 Sekunden beantwortet – die Frage, die Sie jede Woche am Telefon hören.
  • Das Team stellt sich vor – eine Person, drei Sätze, ein echter Moment.
  • Ein Fehler, den Ihre Kundschaft oft macht – und wie es besser geht.
  • Der Ablauf – was passiert beim ersten Termin, bei der Lieferung, bei der Bestellung.
  • Ein Produkt im Einsatz statt im Katalogfoto.
  • Kundenstimmen – echt und mit Einverständnis, nicht gespielt.
  • Ihr Grätzl – der Weg zu Ihnen, die Nachbarschaft, lokale Anlässe.
  • Saisonales – Herbstkarte, Weihnachtsöffnungszeiten, Aktionen.

Trends und Tänze können funktionieren, müssen aber nicht. Für die meisten Unternehmen bringt ein nützliches oder ehrliches Reel mehr als ein nachgemachter Trend. Wie das in der Gastronomie konkret aussieht, zeigt unser Beitrag Social Media für die Gastronomie in Wien.

So ist ein gutes Reel aufgebaut

1. Die ersten zwei Sekunden

In dieser Zeit entscheidet sich, ob jemand weiterwischt. Beginnen Sie mit dem Interessantesten, nicht mit dem Logo oder „Hallo, ich bin …“. Eine Frage, ein überraschendes Bild oder das Ergebnis vorweg funktionieren gut.

2. Text im Bild und Untertitel

Viele Menschen schauen Reels ohne Ton, etwa in der U-Bahn. Eine kurze Überschrift im Bild und Untertitel sorgen dafür, dass die Botschaft trotzdem ankommt. Instagram kann Untertitel automatisch erzeugen – kontrollieren Sie sie aber, gerade bei Wienerisch oder Fachbegriffen.

3. Ein Gedanke pro Reel

Lieber drei Reels mit je einer Aussage als eines mit drei. Das hält die Wiedergabedauer hoch.

4. Ein klarer Abschluss

Sagen Sie, was als Nächstes passieren soll: „Link in der Bio“, „Speichern für später“ oder „Schreiben Sie uns“. Aber nur eine Aufforderung.

Keine Zeit zum Drehen und Schneiden? Wir planen Ihre Reels, filmen an einem Drehtag Material für mehrere Wochen und übernehmen Schnitt, Untertitel und Veröffentlichung.

Zu Social Media

Musik, Rechte und Datenschutz

Drei Punkte, die Unternehmen oft übersehen:

  • Musik: Unternehmenskonten haben auf Instagram nur Zugriff auf eine eingeschränkte Musikauswahl mit lizenzkostenfreien Titeln aus der Sound Collection von Meta. Aktuelle Hits aus dem Radio sind für Firmenkonten meist nicht freigegeben – und das hat einen Grund: Die Rechte für die kommerzielle Nutzung fehlen. Ein Wechsel auf ein Creator-Konto ändert daran nichts.
  • Personen im Bild: Wer erkennbar gefilmt wird, muss einverstanden sein. Das gilt für Mitarbeitende ebenso wie für Kundschaft. Holen Sie die Zustimmung am besten schriftlich ein.
  • Gesundheitsberufe: In Praxen gilt besondere Vorsicht. Patientinnen und Patienten gehören nur mit ausdrücklicher Einwilligung ins Bild, Behandlungsdetails gar nicht. Mehr dazu in Marketing für die Arztpraxis in Wien.

Wie oft posten – und wie viel Aufwand ist realistisch?

Für die meisten Betriebe sind ein bis drei Reels pro Woche ein guter Rhythmus. Wichtiger als die Menge ist die Regelmäßigkeit: Vier Wochen lang täglich und dann zwei Monate nichts bringt weniger als ein Reel pro Woche über ein Jahr.

Am effizientesten ist die Produktion in Blöcken: An einem halben Drehtag lassen sich mit etwas Vorbereitung Aufnahmen für acht bis zwölf Reels sammeln. Geschnitten und veröffentlicht wird dann über die folgenden Wochen.

Eine Hilfe für Versuche: Instagram bietet vielen professionellen Konten sogenannte Trial Reels (Test-Reels) an, die zunächst nur Menschen gezeigt werden, die Ihnen nicht folgen. So können Sie neue Formate ausprobieren, ohne Ihre bestehende Community damit zu überfluten.

Woran Sie sehen, ob Reels funktionieren

In den Statistiken jedes Reels zeigt Instagram unter anderem Aufrufe, Reichweite, durchschnittliche Wiedergabedauer, geteilte und gespeicherte Inhalte. Die wichtigsten Kennzahlen für Unternehmen:

  • Durchschnittliche Wiedergabedauer – schauen die Menschen bis zum Ende?
  • Anteil Nicht-Follower – erreichen Sie neue Menschen?
  • Geteilt und gespeichert – das stärkste Zeichen, dass ein Inhalt nützlich ist.
  • Profilaufrufe und Anfragen – am Ende zählt, ob jemand anruft, schreibt oder vorbeikommt.

Reels können Sie später auch als Anzeige bewerben. Ob sich bezahlte Reichweite für Sie eher auf Instagram oder bei Google lohnt, vergleicht unser Beitrag Meta Ads oder Google Ads?

Häufige Fragen zu Instagram Reels für Unternehmen

Wie lang sollte ein Reel für Unternehmen sein?

Die meisten wirkungsvollen Unternehmens-Reels sind 15 bis 45 Sekunden lang. Längere Reels sind möglich, müssen aber durchgehend spannend bleiben. Instagram schlägt Reels bis zu drei Minuten Länge auch Menschen vor, die Ihnen nicht folgen.

Welches Format braucht ein Instagram Reel?

Hochformat 9:16, idealerweise 1080 × 1920 Pixel mit 30 Bildern pro Sekunde. Wichtige Inhalte gehören in die Mitte, weil oben und unten Beschriftungen und Buttons liegen.

Wie oft sollte ein Unternehmen Reels posten?

Ein bis drei Reels pro Woche sind für die meisten Betriebe realistisch und ausreichend. Regelmäßigkeit bringt mehr als kurze Phasen mit sehr vielen Reels.

Darf ich als Firma aktuelle Musik in Reels verwenden?

In der Regel nicht. Unternehmenskonten haben nur Zugriff auf lizenzkostenfreie Musik aus der Sound Collection von Meta. Eigene Musik oder lizenzierte Titel aus Musikbibliotheken sind die sichere Alternative.

Brauche ich für Reels eine professionelle Kamera?

Nein. Ein aktuelles Smartphone, gutes Licht und vor allem ein Ansteckmikrofon reichen für die meisten Reels. Ein professioneller Dreh lohnt sich, wenn Sie in kurzer Zeit viel hochwertiges Material brauchen.

Fazit

Reels sind für Unternehmen der einfachste Weg, auf Instagram neue Menschen zu erreichen. Entscheidend sind ein starker Einstieg, ein Gedanke pro Video, Untertitel und ein regelmäßiger Rhythmus – nicht teure Technik. Wer in Blöcken dreht, kommt mit überschaubarem Aufwand auf ein bis drei Reels pro Woche. Wenn Sie das nicht selbst übernehmen möchten, finden Sie unsere Leistungen unter Social Media und für aufwendigere Produktionen unter Foto & Video.

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